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Das Leben Friedrichs des Großen

Der Alte Fritz

Friedrich II. (der Zweite) ist der bekannteste der preußischen Könige. Er wurde auch der "Alte Fritz" oder "Friedrich der Große" genannt. Vor 300 Jahren, am 24. Januar 1712, wurde er geboren. Wenn Du gerne mehr über ihn erfahren möchtest, dann ließ doch einfach ein bißchen weiter und schau Dir die Bilder an.


Friedrich Wilhelm I., der Vater von Friedrich

Vor ziemlich genau 300 Jahren wurde Friedrich im Berliner Stadtschloss geboren. Schon von seiner ersten Minute an war er ein wichtiger Mensch, denn seine Großeltern waren König und Königin von Preußen. Nach ihnen würden die Eltern von Friedrich König und Königin werden und später dann sollte Friedrich selbst einmal über das Land herrschen. Seine Patentanten und -onkel waren der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, der Zar von Russland, die Königin von England und noch viele andere bedeutende Männer und Frauen.


Sophie Dorothea, Friedrichs Mutter

Friedrichs Mutter war eine schöne und sehr vornehme Prinzessin aus Hannover. Sie hat sich um ihren Sohn kaum gekümmert, als er noch klein war. Das war damals in reichen Familien ganz normal. Dafür hatte er ein Kindermädchen, das für ihn gesorgt hat, bis er vier Jahre alt war. Danach bekam Friedrich drei Erzieher, die aus ihm so schnell wie möglich einen guten Soldaten machen sollten. Vor seinem Vater hatte Friedrich immer ein bisschen Angst, denn er war sehr streng und mochte es nicht, wenn Friedrich weinte oder krank war.


Friedrich mit seiner Schwester Wilhelmine

Friedrich hatte noch 13 Geschwister. Vier davon sind aber schon als Babys gestorben. Das passierte früher ziemlich oft, weil die Medizin noch nicht so gut war wie heute. Am Liebsten mochte Friedrich seine drei Jahre ältere Schwester Wilhelmine. Ihr konnte er von seiner Angst vor dem strengen Vater erzählen und sie tröstete ihn dann. Obwohl Wilhelmine die Ältere von beiden war, durfte sie nicht Königin von Preußen werden, weil sie ein Mädchen war.


Friedrich als Kronprinz

Friedrichs Vater war deshalb so streng zu seinem Sohn, weil er aus ihm einen besonders guten König machen wollte. Er war der Meinung, wenn Friedrich ein guter Soldat mit einer großen Armee wäre, würde er auch ein guter König werden. Friedrich sollte vor allen Dingen Geschichte, Politik, Reiten und Schießen lernen. Sprachen, Musik, Kunst und Tanzen hielt der alte König für überflüssig. Ein Pech nur, dass sich Friedrich gerade für diese Dinge besonders interessierte! So konnte er diese Dinge nur heimlich machen.


Das Konzertzimmer in Sanssouci

Friedrich liebte die Musik sein ganzes Leben lang. Schon mit sieben Jahren bekam er den ersten Unterricht und lernte Cembalo spielen – dies Instrument sieht aus wie ein Klavier, klingt aber ganz anders. Sein Lieblingsinstrument war aber die Querflöte. Er konnte gut darauf spielen und gab manchmal kleine Konzerte. Er hat sogar komponiert, das heißt, selbst Musik geschrieben.


Friedrichs Frau Elisabeth Christine

Vor 300 Jahren war es noch so, dass fast immer die Eltern die Ehefrau oder den Ehemann für ihr Kind ausgesucht haben. Für Friedrich wollten seine Eltern eine besonders reiche Prinzessin, die aus einer mächtigen Familie kommen sollte. Friedrich wollte aber nicht heiraten! Doch er hatte keine Wahl: Schließlich musste er die Prinzessin Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern heiraten, ob er wollte oder nicht.


Schloss Schönhausen

Ein Gutes hatte die Heirat mit der ungeliebten Prinzessin Elisabeth Christine aber doch: Friedrich galt nun endlich als erwachsen. Er durfte jetzt sein eigenes Schloss beziehen, eigene Diener haben und sich seinen Tag so einteilen, wie er wollte, ohne dass sein Vater mitreden konnte. Seine Frau hat Friedrich aber sobald es möglich war in einem anderen Schloss, dem Schloss Schönhausen, untergebracht. Die beiden haben sich nur sehr selten gesehen und hatten auch keine Kinder.


Schloss Rheinsberg

Bevor Friedrich König wurde, hat er vier Jahre lang im Schloss Rheinsberg, 100 Kilometer weit weg von Berlin gelebt. Dort fühlte er sich sehr wohl. Endlich konnte er soviel lesen und Musik machen, wie er wollte. Er lud auch viele kluge Menschen ein, schrieb Gedichte und kümmerte sich um die Verschönerung des Schlosses. Friedrich war zu ersten Mal in seinem Leben richtig glücklich!


König Friedrich II.

An dem Tag, als Friedrichs Vater starb, wurde Friedrich selbst König. Da war er gerade 28 Jahre alt. Es war also gleichzeitig ein sehr schrecklicher und ein sehr schöner Tag. Denn auch wenn Friedrich sich mit seinem Vater oft gestritten hat, war er furchtbar traurig, als er gestorben war – aber auch sehr stolz, dass er nun König sein durfte!


Friedrich im Krieg

Das, was sich Friedrichs Vater gewünscht hatte, wurde dann aber doch Wirklichkeit: Friedrich wurde ein richtig guter Soldat mit einer riesigen Armee. Obwohl Friedrich viel lieber friedlich zu Hause geblieben wäre, hat er viele Kriege geführt. Preußen ist durch ihn zu einem sehr mächtigen und wichtigen Land in Europa geworden. Darum nennt man ihn auch Friedrich den Großen.


Friedrich auf der Baustelle von Sassouci

Friedrich war außerdem ein großer Bauherr, dass heißt, er ließ viele neue Gebäude in Berlin und Potsdam erbauen. So hat er zum Beispiel das Schloss Charlottenburg vergrößert und einen neuen Flügel anbauen lassen. In Potsdam baute er das riesige Neue Palais und das kleine Schloss Sanssouci. Sanssouci war sein Lieblingsschloss. Er hat dort viel Zeit verbracht und ist gerne im Park mit seinen Hunden spazieren gegangen.


Einer von Friedrichs Hunden

Als Friedrich immer älter wurde, wurde er auch immer müder. Er hatte keine Lust mehr auf prächtige Feste, lange Reisen oder große Gesellschaften. Am liebsten war er mit seinen Hunden und nur ganz wenigen Freunden allein in Sanssouci. Das war sehr schade, denn seine Untertanen mochten ihren König und hätten ihn gerne mal in Berlin gesehen. Fritz ist die Kurzform von Friedrich und der König wurde seit er ein Kind war, von seiner Familie so genannt. Später nannte man ihn dann den Alten Fritz, wenn er es nicht hören konnte.


Friedrichs Grab in Sanssouci

Gegen Ende seines Lebens war Friedrich dann sehr krank. Er hatte überall Schmerzen und konnte nicht mehr richtig atmen. Er hat dann immer nur noch im Sessel gesessen und da ist er dann auch gestorben. Er hatte sich gewünscht, im Park von Sanssouci neben seinen Hunden begraben zu werden. Der neue König wollte das aber nicht, sondern beerdigte ihn in der Potsdamer Garnisonkirche. Erst vor ungefähr 20 Jahren hat man dem alten König Friedrich seinen letzten Wunsch erfüllt und ihn doch noch in Sanssouci begraben.


Friedrichs Tabakdose

Auf dem Grab Friedrichs in Sanssouci liegen meistens ein paar Kartoffeln. Warum? Viele Leute glauben, dass die Kartoffel durch Friedrich den Großen nach Preußen gekommen ist. Das stimmt zwar nicht, aber die Geschichte gefällt allen so gut, dass sie immer weiter erzählt wird. Friedrich mochte Kartoffeln aber sehr gerne denn sie sind gesund und machen satt. Eine andere Sache, die Friedrich gerne mochte war Schnupftabak schnupfen. Für den Tabak hat er viele verschiedene Dosen herstellen lassen. Die meisten davon sind sehr kostbar.